Lebenssituation deutlich verbessert
Das Holmbladsgade-Projekt ist Teil des dänischen Förderprogramms Kvaterløft, das eine starke Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Quartiersentwicklung vorsieht. Holmbladsgade zählte zu den benachteiligten Stadtteilen in Kopenhagen. Ein Großteil der Gebäude war Anfang des 20. Jahrhunderts als Arbeiterwohnungen entstanden und befand sich Mitte der Neunziger Jahre in stark sanierungsbedürftigem Zustand. Dank des gemeinsamen Vorgehens von Staat, Stadt, privaten Investoren und Bürgern ließ sich die Lebenssituation der Menschen vor Ort deutlich verbessern. Die Bewohner profitieren heute von neuen urbanen Mittelpunkten für Kultur, Gesellschaft, Jugend und Sport. Vormals bestehende soziale Probleme wurden erfolgreich gelöst oder deutlich gemildert.
Vorbildliche Bürgerbeteiligung
Die Bewohner von Holmbladsgade waren in alle Planungsprozesse des Kvaterløfts involviert und konnten aktiv mitbestimmen, wie sie ihren Stadtteil verändern wollen. In einer Befragung gaben über 80 Prozent der Bewohner in Holmbladsgade an, das Aufwertungsprojekt in ihrem Bezirk zu kennen; über ein Zehntel war demnach sogar aktiv daran beteiligt. "Die Bürgerbeteiligung ist einzigartig und zeigt, dass bürgerschaftliches Engagement kein Hindernis für die Stadtentwicklung ist", meint Klaus Töpfer. Die Aktivierung der Bewohner sichert vielmehr die Akzeptanz und Nachhaltigkeit städtebaulicher Entwicklungsprojekte. So sind die neu geschaffenen öffentlichen Räume, das Kulturzentrum, das Sportzentrum sowie das maritime Jugendzentrum neue Lebensmittelpunkte, die täglich von Hunderten Menschen besucht werden.



